Upgrade des Linux Mint Systems

Linux Mint Versions-Upgrade
Upgrade / Update von älteren Versionen auf eine Aktuelle Version. (Hochhieven)
Für Mint Cinnamon, Mint Mate, Mint KDE, Mint Xfce.

Für Linux Mint ab Version 17 (Qiana) gibt es einen direkten Update / Upgrade Weg über das Mint Update System / Mint Updater / Update Manager / Aktualisierungsverwaltung, von Linux Mint. Dazu dort im Menü unter > Bearbeiten > Upgrade zu Mint 17.1 (Rebecca), Mint 17.2 (Rafaela) bzw. Mint 17.3 (Rosa) auswählen. Nach einigen Abfragen und Informationen, wird die Aktualisierung installiert. Dies verläuft, trotz natürlich notwendiger Warnungen, normalerweise problemlos.

Der gleiche Weg wird auch für ein Update von Linux Mint 18 (Sarah) auf Linux Mint 18.1 (Serena) und auf Mint 18.2 (Sonya) angeboten, nachdem es erschienen ist.

Wichtig dabei: Immer alle Abfragen mit OK / JA / Übernehmen bestätigen.


Um zu aktualisieren, muss das System auf dem aktuellen Stand sein. LinkSiehe Up to date.

Ebenso sollten installierte proprietäre Treiber Module de-installiert werden, und zum Upgrade auf die offenen Kernel Treiber gestellt werden (Treiberverwaltung)

Der Upgrade Weg von Linux Mint 17.3 (Rosa) auf Linux Mint 18 (Sarah) geschieht anders, da der Umbau auf den Ubuntu 16.04 (Xenial) Unterbau wesentlich anspruchsvoller ist als bei den upgrades von 17.x.

Um ein Upgrade von 17.3 (Rosa) auf 18 (Sarah) zu realisieren wird zuerst das Paket mintupgrade in der Synaptic Paketverwaltung installiert, und Synaptic wieder beendet.

Anschliessend sollte gecheckt werden, ob es schwerwiegende Probleme bei einem upgrade geben würde. Dies wird mit folgendem Befehl im Terminal simuliert. Dabei wird kein Upgrade gestartet und das System nicht verändert. Wichtig dabei den Check komplett durchlaufen zu lassen, da während des Checks die System Variablen auf das neue System umgestellt werden, und die Rückstellung erst am Ende des Durchlaufs geschieht.

mintupgrade check


Wenn es keine Fehlermeldungen gibt, müssen Pakete die für die Umstellung gebraucht werden, herunter geladen werden, damit sie während des Upgrades sofort zur Verfügung stehen. Auch hierbei wird das eigentliche Upgrade noch nicht gestartet.

mintupgrade download


Wenn das geschehen ist, startet man das eigentliche Upgrade mit

mintupgrade upgrade


und folgt den Anweisungen. Wichtig: Alle Fragen mit Y (Ja) beantworten. Ein vorheriges Backup des Systems ist wie immer bei solchen Operationen, sehr dringend angeraten.
Ein einfaches und leicht zu bedienendes Tool ist z.B. externer LinkRedo Backup


Wenn das Upgrade mit Fehlermeldung abbricht, kann man versuchen das Upgrade mit

sudo apt-get -f install


und erneutem mintupgrade upgrade fortzusetzen.

Sollte beim check oder download etwas schief gegangen sein, kann man die System-Quellen wieder auf den Ursprung zurückstellen.

mintupgrade restore-sources


Selbst angelegte ppa Quellen, werden beim upgrade auf Mint 18 deaktiviert und als Backup im Persönlichen Ordner unter Upgrade-Backup gesichert und können nach Anpassung auf xenial bzw. 16.04, wieder in /etc/apt/sources.list.d oder in Anwendungspaketquellen eingefügt werden.


Alternativ kann man, analog zur unten genannten Vorgehensweise, die Mint Quellen unter Mint 17 (Qiana) auf rebecca anpassen. qiana > rebecca bzw. von Mint 17.1 (Rebecca) nach Mint 17.2 (Rafaela) rebecca > rafaela oder von Mint 17.2 (Rafaela) nach Mint 17.3 (Rosa) rafaela > rosa. Die Ubuntu Quellen trusty werden nicht verändert, da auch Mint 17.1 und die folgenden 17.2 und 17.3 Linux Mint Versionen auf Ubuntu 14.04 LTS aufbauen.

Von Mint 17.3 (Rosa) nach Mint 18 (Sarah) werden die Quellen rosa > sarah und die Ubuntu Quellen trusty > xenial geändert. Mint 18 LTS baut auf Ubuntu 16.04 LTS Xenial auf. Dies übernimmt Mintupgrade. S.o.

Von Mint 18 (Sarah) nach Mint 18.1 (Serena) werden die Quellen sarah > serena  geändert. Die Ubuntu Quellen xenial werden nicht geändert. Mint 18.1 LTS baut auch auf Ubuntu 16.04 LTS Xenial auf.


Normalerweise ist ein Versionsupgrade von älteren Linux-Mint Versionen nicht vorgesehen. Der normale Weg ist die Sicherung der vorhanden Daten des Persönlichen Ordners, Sicherung der installierten Pakete und eine neu-Installation des neuen Systems.

Ein anderer Weg für das Upgrade, ist die Anpassung der Software-Quellen an die Quellen des neuen Systems. Dabei bleiben alle Einstellungen erhalten, und es muss nichts mehr neu konfiguriert werden. Bevor man das neue System komplett neu installiert, kann man ja vorher das hoch hieven des Systems versuchen. Wenn es nicht klappen sollte, kann man ja immer noch neu installieren. ;-)
Die upgrade Möglichkeit aus der Aktualisierungsverwaltung ab Mint 17, macht nichts anderes.

Ältere Versionen sollte man erst auf Mint 17 (Qiana) bringen, und dann von dort über die Aktualisierungsverwaltung, Schritt für Schritt auf die aktuelle Version.

Eine -RC (Release Candidate) Version wird mit updates automatisch zur endgültigen Version.
Siehe LinkUp to date.

Dieser Weg kann gut gehen, muss es aber nicht!


Daher ist auf jeden Fall eine Sicherung des vorhandenen Systems anzulegen, so das die Möglichkeit besteht, sein System schnell wieder zu einsatzfähig zu bekommen.
Ein einfaches und leicht zu bedienendes Tool ist z.B. externer LinkRedo Backup

Dieses Tool legt ein Image der vorhanden Installation an, mit dem im falle eines Falles, schnell das alte System wieder hergestellt werden kann.

Ausserdem sollten nachträglich installierte Applets und Desklets vor dem Upgrade de-aktiviert werden und ein Notebook selbstredend am Netzteil angeschlossen sein.

Ebenso muss das System auf dem aktuellen Stand sein und Zurückportierte Pakete / Backported packages (backport) sollte aktiviert sein.
Siehe LinkUp to date.

Anpassung der Software Quellen

Um die Software Quellen anzupassen, empfiehlt sich die installation von externer LinkUbuntu-Tweak wenn man es nicht bereits auf seinem Rechner hat.

Dieses Tool (die Oberfläche ist nach der Installation auf Deutsch) bietet eine einfache Möglichkeit die Quellen anzupassen. Siehe Screenshot unten.

Unter Systemverwalter > Quelleneditor findet man dann die auf dem System genutzen Quellen. Hier lässt sich auch ein Backup der Quellen anlegen, bevor man sie verändert.
Nun kann man damit, nach Entsperrung, die Software Quellen einfach anpassen.

Alternativ kann man die Quellen auch im, mit root / Administrator Rechten, geöffneten Ordner

/etc/apt


anpassen.

Dort und unter

/etc/apt/sources.list.d


alle vorhandenen *.list Dateien durchsehen, und alle Quellen an die neuen Quellen anpassen.


So ändert man die Software Quellen. In diesem Beispiel von Linux Mint 13 (Maya) auf Linux Mint 17 LTS (Qiana).
Dazu ändert man alle Quellen von

maya auf qiana (Mint Quellen)
und von
precise auf trusty (Ubuntu Quellen)

Das Wort maya wird also durch qiana, und precise durch trusty ersetzt. Alles andere, z.B. Bindestriche und Leerzeichen bleiben wie sie waren.

Alles in Kleinschreibung, siehe Screenshot unten, alle Quellen durchsehen
und jede Änderung abspeichern.

Sollte man nicht sicher sein, wie eine neue Quelle, bei fremd ppa's für das neue System heisst, gerade wenn die alte Quelle nicht maya oder precise heisst, kann man die Quelle erst mal durch eine # am Anfang der Zeile de-aktivieren.

Test Upgrade

Wer es jetzt wagen möchte ;-).... auf gehts...(Hier hat es schon diverse male immer gut funktioniert)

Wenn alle Quellen angepasst sind sind, wird erst mal im Terminal getestet, ob alle Quellen so funktionieren.

sudo apt-get update


und wenn das Fehlerfrei durchgelaufen ist
Zuerst mit der Option -s. Dies bewirkt, dass der Befehl nur simuliert wird, ohne etwas zu verändern.

sudo apt-get dist-upgrade -s


Sollten sich Fehler zeigen, hat sich bei den Quellen Änderungen ein Fehler eingeschlichen.
Wenn alles sauber ohne Fehler beendet ist (der Prompt ~ $ wieder da ist), kann es los gehen.

Start des Upgrades

Zuerst müssen alle laufenden Programme beendet werden, auch die Programme die sich im Tray (Leiste / Panel) zeigen.

Dann meldet man sich ab und wechselt im Anmelde Bildschirm in die System Konsole mit
Strg-Alt-F1 und meldet sich mit seinem Usernamen und Passwort an.

Dann wird der laufende Display-Manager, bei Linux Mint MDM, beendet.

sudo service mdm stop


und startet jetzt das eigentliche Upgrade mit

sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade


Nun kann man sich anderen interessanten Dingen widmen. Je nach Geschwindigkeit der Internet-Anbindung kann es eine längere Weile dauern, bis die neue Installation durchgelaufen ist. Wenn alle Pakete heruntergeladen wurden, beginnt die eigentliche Installation automatisch.
Zwischenzeitlich kommen diverse Abfragen, die man alle mit y / ja oder yes und Version des Paket-Betreuers installieren, beantworten kann.
Ist alles beendet, der prompt ~ $ wieder da, startet man den Rechner mit

sudo reboot


neu.... und hofft das alles gut gegangen ist.....

Zu guter letzt, empfiehlt sich nochmal ein volles dist-upgrade

sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade


Welches ja sowieso regelmässig durchgeführt werden sollte. Siehe LinkUp to date

Fehlerbeseitigung nach upgrade

Nach dem Upgrade kann es vorkommen, das der Desktop nicht mehr startet, oder man nach dem Start des Anmelde-Bildschirms nicht mehr weiter kommt.

Dann kann man zuerst versuchen, in die Systemkonsole mit Strg-Alt-F1 zu wechseln, sich wieder anmelden und mit

 

sudo service mdm stop


oder

sudo mdm-recovery


und / oder

startx


den Desktop zu starten.

Sollte das gelingen kann man die MDM Einstellungen im Menü > Anmeldefenster oder

gksudo mdmsetup

 

neu setzen und ggf. die automatische Anmeldung unter Login, aktivieren. Sollte man weiterhin eine Anmeldung wünschen, kann man den Sperrbildschirm automatisch starten lassen. Siehe LinkKleine Tipps.


PPA Fehler nach Versions Upgrade.
Sollten nach dem Upgrade PPA Fehler bei der Systemaktualisierung auftauchen, wurden evtl. Fremd-PPA's nicht an die neue Version angepasst. Diese dann in den Anwendungspaketquellen anpassen, deaktivieren oder löschen.
Siehe LinkKleine Tipps.

Weitere mögliche Fehler sind vielfältig und deren Behandlung würde diese Anleitung sprengen, und empfiehlt das Problem mit seinem Systembetreuer zu besprechen, in einem Linux-Mint Forum zu erörtern, oder die Datensicherung zurück zu spielen.....

Versions Upgrade von älteren Versionen

Ein Upgrade wie beschrieben, ist auch von älteren Linux Mint Versionen möglich.

Von Linux-Mint 16 LTS (Petra) auf Linux MInt 17 (Qiana)  = petra > qiana / saucy > trusty

Von Linux-Mint 14 (Nadia) auf Linux MInt 17 (Qiana)  = nadia > qiana / quantal > trusty

Von Linux-Mint 15 (Olivia) auf Linux MInt 17 (Qiana)  = olivia > qiana / raring > trusty


Bei einem Versions-Upgrade von Linux Mint 13 LTS (Maya), ist es notwendig das System vorher mit einem Backports-Update/Upgrade auf den Aktuellen Stand zu bringen, wenn noch nicht geschehen. Siehe LinkUp To Date.

Nach dem Versions-Upgrade von älteren Versionen:

Auf älteren Versionen existiert die Quelle

deb extra.linuxmint.com qiana main


nicht, und muss nach dem Versions-Upgrade noch in official-package-repositories.list hinzu gefügt werden, falls sie nicht automatisch mit angelegt wurde.

Ebenso, wenn beim sudo apt-get update diese Fehlermeldung auftaucht:

W: Duplicate sources.list entry http://

müssen die Quellen in sources.list gelöscht, oder durch eine # am Anfang der Zeile de-aktiviert werden

Sollten nach dem Versions-Upgrade beim Start des Systems Fehlermeldungen bezüglich Hal auftauchen, sollten die Pakete hal und hal-info de-installiert werden.

 

sudo apt-get purge hal hal-info


Die veralteten Pakete laufen nicht mehr unter neueren Systemen. Für die Darstellung von DRM-Geschützten Flash Inhalten gibt es eine angepasste Version. LinkSiehe Kleine-Tipps.

Anpassung der Quellen mit Ubuntu-Tweak