System Update / Upgrade / Aktualisieren

Es ist vollbracht :-)

Auch wenn das System soweit läuft, empfiehlt sich als erstes ein Voll-Level Update des Systems auf den neusten Stand, da sich seit Erstellung des Installations ISO's sicher schon einiges geändert hat. Dies beseitigt auch häufig, vorhandene Fehler, und auch Sicherheitsrelevante Updates werden installiert. Hierbei wird das System nicht auf eine neue System-Version aktualisiert, (LinkVersions-Upgrade) sondern die genutzte Version auf den aktuellen Stand gebracht.

Dazu ändert man die LinkEinstellungen der Aktualisierungsverwaltung (s.u.) oder öffnet ein Terminal-Fenster um eine Systemaktualisierung durchzuführen, und gibt folgenden Befehl ein:

sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade -y


Tipp: Befehle für das Terminal am besten markieren und mit Rechtsklick (Rechte Maus Taste)) > Kopieren und mit Rechtsklick > Einfügen in das Terminal Fenster einfügen.
Der Befehl sudo bewirkt eine Ausführung als Administrator, und verlangt das bei der Installation angegebene Passwort. Das Passwort wird bei der Eingabe nicht angezeigt, und muss mit > Enter (Eingabe) bestätigt werden.
Wichtig: Unter Linux sind Programm Namen, Pfade und Parameter case sensitive. Alle Eingaben werden in Gross und Kleinschreibung unterschieden. > Programm ist nicht das selbe wie > programm. Übrigens, mit Cursor hoch kann man ausgeführte Befehle im Terminal zurück holen.

Nun beginnt das Update der zur Verfügung stehenden Quell-Dateien aus dem Repository (Quellen Sammlung) und anschliessend das System Upgrade. Man kann nun bei Fragen ob bestimmte Dinge Upgedatet werden sollen im allgemeinen alle mit Ja (Y oder I) bestätigen. Nach download der Daten, welches eine weile, je nach Geschwindigkeit der Internet Verbindung dauern kann, werden die Daten, Bibliotheken und Programme auf den aktuellen Stand gebracht. Bitte warten Sie dabei, bis der Input Prompt (~ $) wieder erscheint.
Damit ist das System (fast) auf dem neusten Stand, und sollte neu gestartet werden.

Unter Linux Mint 13 LTS (Maya) empfiehlt es sich, die Standardmässig eingestellten Paketquellen  um die Backported packages (backport) zu erweitern. Dies bewirkt, dass neuere Programm und Komponenten Versionen aus den neueren Systemausgaben auch für das ältere System angeboten und installiert werden. Unstable packages (romeo) sollte ohne triftigen Grund nicht eingeschaltet werden, daher ausgeschaltet bleiben.
Dazu öffnet man im Menü unter > Einstellungen > Software-Quellen / Anwendungspaketquellen und setzt das Häkchen bei > Backported packages (backport).

Eine weitere wichtige Änderung ist ebenfalls bei Installationen von Linux Mint 13 LTS durchzuführen.
Der dort noch eingebundene Paket-Server Medibuntu.org existiert nicht mehr. Dadurch wird das System Update / Upgrade behindert und es gibt dabei Fehlermedungen. (Fehlschlag beim Holen von... (404))
Die Paket-Quelle sollte man in den Software-Quellen / Anwendungspaketquellen im Tab > Andere Software deaktivieren, indem man die Quelle
..... packages.medibuntu.org/ ..... löscht.

Nach der Änderung das Software-Quellen Fenster wieder schliessen.
Anschliessend wiederholt man das oben schon beschriebene Update / Dist-Upgrade.

Bei einem ersten Backported Upgrade auf einer Linux Mint 13 Cinnamon Installation gibt es eine Besonderheit. Der Datei Browser wurde von vormals Nautilus auf einen Fork namens Nemo geändert. Daher sollte nach einem Dist-Upgrade, im Synaptic (Linksiehe Software) das Paket Nautilus (nur nautilus) vollständig de-Installiert werden.

Ebenfalls sehr empfohlen ist ein Kernel Update auf die neuste Version der installierten Kernel Linie. Siehe LinkKernel Upgrade / Aktualisierung.

Das Dist-Upgrade sollte man regelmässig wiederholen, damit das System auf dem neusten Stand bleibt und auch alle sicherheits-relevanten Komponenten aktuell sind.


Oder einfacher .......

Aktualisierungsverwaltung

Man ändert die Einstellungen der Aktualisierungsverwaltung. Dies hat sich als sichere, empfehlenswerte Einstellung bewährt.
Dazu wird die Aktualisierungsverwaltung in der Leiste (das kleine Wappen) geöffnet, gibt sein Passwort ein und schaltet  unter > Bearbeiten > Vorlieben bzw. > Einstellungen  im Tab > Ebenen alle 5 Ebenen ein. (alle Häkchen an). Dies bewirkt dann, dass man beim Update über die Aktualisierungsverwaltung die selben Upgrades bekommt wie mit der manuellen Methode im Terminal, und wird Automatisch durch ein ! im Leisten Symbol über vorhandene Updates / Upgrades informiert.

Keine Angst, die Beschreibungen von Ebene 4 und 5 klingen gefährlich, sind sie aber nicht. In der Praxis bereiten sie normalerweise keine Probleme. Mit dem oben genannten Terminal Befehl bekommt man auch 4 und 5. Es ist sinnvoll die Ebenen 4 und 5 zu nutzen. Ab Mint 17 (Qiana) auch Sicherheitsaktualisierungen immer auswählen und vertrauen, einschalten.

Tipp: Wenn man einen langsamen Rechner oder eine W-Lan Verbindung hat, empfiehlt es sich ebenfalls unter dem Tab > Aktualisierungsmethode die Startverzögerung zu verlängern. Z.B. auf 180 Sekunden, damit die Verwaltung länger wartet bis die Netzwerk Verbindung etabliert ist. (Bis Mint 16 (Petra))
Die Aktualisierungs-Rate kann man im Tab > Automatisch aktualisieren / Automatisch auffrischen getrost auf 1-3 Stunden stellen. Die Vorgabe von 15 Minuten ist etwas kurz gewählt und verursacht nur unnötigen Netzwerk Verkehr.

Ab Mint 17.3 (Rosa) kann man dort zwei Zeiten einstellen. Die erste Zeit gibt an, wie lange nach dem Start des Rechners gewartet werden soll, bis auf Updates geprüft wird. Die zweite Zeit gibt die folgenden Prüfungen an. Z.B. 10 Minuten nach Start und dann alle 3 Stunden.

Ab mint 18.x (Sarah, Serena) können in den Einstellungen der Aktualisierungsverwaltung unter Optionen weitere Einstellungen vorgenommen werden. Z.B. das trotz aller 5 eingeschalteten Ebenen, kein automatisches Kernel-Update stattfindet. Dies kann bei bedarf unter Anzeigen > Linux Kernel, manuell ausgeführt werden.
Dazu Kernel-Aktualisierungen immer anzeigen und Kernelaktualisierungen immer auswählen und vertrauen, ausschalten. Siehe Screenshot unten.
Wie man den Kernel aktualisiert findet sich in den Linkkleinen-Tipps Kernel Upgrade.

Software-Quellen
Update-Verwaltung Mint
Update-Verwaltung Mint
Update-Verwaltung Mint 17
Update-Verwaltung Mint 17.3
Update-Verwaltung Mint 18.x

Aktualsierung der Sprach Dateien

Nach dem man alle Upgrades durchgeführt hat, ist es sinnvoll zu schauen ob alle Sprach-Dateien im System aktualisiert wurden. Dazu ruft man im Menü unter > Systemeinstellungen / Kontrollzentrum > Sprachen die Sprach Einstellungen auf. Beim Start wird automatisch geprüft ob alle Sprachen aktuell sind und werden ggf. automatisch nach installiert. Damit sollten dann alle Programme auf Deutsch eingestellt sein. Ab Linux Mint 17 sollte man dort auch unter > Sprachen hinzufügen/entfernen schauen, ob die genutzte Sprache, z.B Deutsch German Germany UTF-8, Vollständig installiert ist.

Besondere Treiber

Linux Mint bringt sogenannte geschlossene proprietäre (closed) Treiber für bestimmte Hardware mit, die von Hardware Herstellern für Linux angeboten werden. Z.B. für Grafik Chipsätze. Um zu Prüfen ob es Hersteller Treiber für die verwendete Hardware gibt, schaut man in den Systemeinstellungen unter Treiberverwaltung nach. Wenn passende Treiber gefunden werden, werden sie dort angeboten und können dann installiert werden. Die Hersteller Treiber sind oft effektiver und performanter als die frei entwickelten Treiber. Manche Hardware läuft nur mit den besonderen Treibern. Ebenfalls kann dort oft die Firmware für AMD / Intel Prozessoren aktiviert werden. Intel-Microcode / AMD-Microcode. Dadurch werden Software Fehler im Prozessor zur Laufzeit minimiert.

System-Einstellungen

Alle weiteren System-Einstellungen findet man unter > Systemeinstellungen / Kontrollzentrum.
Übrigens, wenn nicht genau bekannt ist in welcher Rubrik sich ein Programm befindet, einfach den Namen oder Teile davon, im Suchfeld im Menü eingeben.

Versions-Upgrade

Um von einer Linux Mint Version zu einer höheren, neueren Version Upzugraden, gibt es hier
eine Anleitung zum
LinkVersions-Upgrade / Update (hoch hieven)